EMMIE: Online-Vergabe-Plattform für Bundesbehörden

Mit dem Vergabebeschleunigungsgesetz wird die Wertgrenze für Direktaufträge auf Bundesebene ab dem 1. Juli 2026 auf 50.000 Euro angehoben. Für Bundesbehörden und viele Zuwendungsempfänger bedeutet das mehr Spielraum im Unterschwellenbereich, zugleich aber auch die Notwendigkeit, Beschaffungen nachvollziehbar und auditkonform zu dokumentieren.


Genau hier setzt EMMIE an: Die Online-Vergabe-Plattform unterstützt dabei, Direktaufträge einheitlich zu steuern, Workflows und Rechteverwaltung klar zu strukturieren, Entscheidungen lückenlos zu dokumentieren und eine vollständige elektronische Vergabeakte zu führen.

Vergabebeschleunigungsgesetz: Neue Rahmenbedingungen ab 1. Juli 2026

Mit der Verabschiedung des Vergabebeschleunigungsgesetzes (VergBeschlG) am 23. April 2026 und der Zustimmung des Bundesrats am 8. Mai 2026 wurden die Weichen für neue Regelungen gestellt. Ab dem 1. Juli 2026 gelten geänderte Rahmenbedingungen für die Beschaffung auf Bundesebene, mit neuen Schwellenwerten für Direktaufträge und spürbaren Auswirkungen für Bundesbehörden, Bundesoberbehörden, nachgeordnete Behörden und Zuwendungsempfänger des Bundes.


Die folgende Übersicht zeigt auf, was der neue Schwellenwert für Ihre Vergabeverfahren bedeutet und wie EMMIE Sie in jedem Fall unterstützt:

Neue gesetzliche Grenze

ab 01.07.2026, bis 50.000,00€ netto



  • Direktauftrag zulässig – löst jedoch Wettbewerbsregisterabfrage und Vergabestatistik-Meldung aus.
  • EMMIE erkennt die Schwelle automatisch und steuert alle Pflichten.

Empfohlene Praxisschwelle

bis 49.999,99 € netto



  • Direktauftrag ohne Wettbewerbsregisterabfrage.
  • Kein Meldepflicht an die Vergabestatistik.
  • Volle Flexibilität – mit vollständiger Dokumentation in EMMIE.

Über der Grenze

über 50.000,00€ netto



Hinweis: Das neue Recht gilt nur für Verfahren, die ab dem 1. Juli 2026 eingeleitet werden. Laufende Verfahren werden nach bisherigem Recht zu Ende geführt. Die Anhebung gilt einheitlich für alle Bundesbehörden. Länder und Kommunen sind nicht unmittelbar betroffen.

EMMIE – Die VergabeSuite für Bundesbehörden

EMMIE hält Funktionen bereit, die für Bundesbehörden und größere Organisationen vorteilhaft sind:



  • Strukturierte Direktaufträge mit nachvollziehbarer Fachdokumentation.
  • Sichere Angebotseinreichung per E-Mail oder Dokumenten-Upload.
  • Protokollierte Bieterkommunikation als Bestandteil der Vergabedokumentation.
  • Vier-Augen-Prinzip für sensible Öffnungs- und Prüfprozesse.
  • Integrierte Markterkundung und Bietereignungsprüfung.
  • Hosting erfolgt DSGVO-konform in zertifizierten deutschen Rechenzentren. 
  • Zentrales Adressbuch, Vorlagen und Gruppen-/Rechteverwaltung für größere Organisationseinheiten.
  • ZIP-Exporte abgeschlossener Verfahren für Prüfinstanzen, Audits und Langzeit-Archivierung.
EMMIE-Figur mit Klemmbrett und Symbol für Rechtskonformität digitaler Vergaben mit EMMIE.

EMMIE deckt die relevantesten, praxisnahen Vergabeverfahren ab

Mit EMMIE – Die VergabeSuite lassen sich die relevantesten, praxisnahen Vergabeverfahren im Unterschwellenbereich abbilden:



  • Direktaufträge für Liefer- und Dienstleistungen
  • Direktaufträge für Bauleistungen
  • Verhandlungsvergaben ohne Teilnahmewettbewerb nach UVgO
  • freiberufliche Leistungen nach UVgO
  • Beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb
  • Freihändige Vergaben nach VOB
Sitzende EMMIE Figur mit Laptop und EMMIE-Login-Eingabemaske.

FAQ zur Online-Vergabe-Plattform für Bundesbehörden

Ab dem 1. Juli 2026 können Bundesbehörden Direktaufträge bis einschließlich 50.000 € netto vergeben, ohne ein formelles Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Die Dokumentationspflicht bleibt, wird aber vereinheitlicht und verschlankt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit, wohingegen Eignungs- und Nachweispflichten reduziert werden. Das neue Gesetz gilt nur für Verfahren, die ab dem 1. Juli 2026 eingeleitet werden.

Ein Direktauftrag über genau 50.000 € netto ist vergaberechtlich zulässig, löst aber sowohl die Pflicht zur Wettbewerbsregisterabfrage als auch zur Meldung an die Vergabestatistik aus. Um diesen Zusatzaufwand bei routinemäßigen Direktkäufen zu vermeiden, empfiehlt sich eine interne Grenze von 49.999,99 € netto. EMMIE steuert diese Schwellenlogik automatisch und weist auf anfallende Pflichten hin.

Zuwendungsempfänger und institutionell geförderte Stellen können bei überwiegender Bundesfinanzierung – je nach Förderbedingungen und Haushaltsrecht – vergaberechtlich gebunden sein. EMMIE ist bereits bei Zuwendungsempfängern des Bundes im Einsatz und bietet alle erforderlichen Dokumentations- und Prozessfunktionen für diese Zielgruppe.

EMMIE bietet Schnittstellen zu SAP, Haushalts- und ERP-Systemen, DMS-Lösungen und E-Akte-Umgebungen. Über standardisierte Schnittstellen können alle Beschaffungsdaten automatisch übergeben werden – für Mittelbindung, Kontierung, Budgetüberwachung und revisionssichere Archivierung. Individuelle Anforderungen besprechen wir gerne im Rahmen einer unverbindlichen Anfrage.

Die vollständige Webshop-Integration über Unite (ehemals Mercateo) mit 27 Millionen Artikeln und über 700 Lieferanten sowie die digitalen Bedarfsmeldungen mit Genehmigungsworkflows sind für Herbst 2026 geplant.

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